Festival 2015

Vom 16. bis 23. Januar fand in Berlin mit analogueNOW! das deutschlandweit erste und einzige Festival für analoge Fotografie statt. Über 2.500 Interessierte fanden den Weg auf das Industriegelände in Berlin-Lichtenberg zum Karibuni.

Nach einer großartigen Vernissage am Freitag mit viel guter Laune, lockte das Festival die Besucher mit der Ausstellung Super Contemporary, dem Herzstück der Veranstaltung, sowie mit Workshops, Dialogen, Kino-Abend und Möglichkeiten zur Vernetzung.

DIE AUSSTELLUNG

Super Contemporary repräsentierte Werke von neun KünstlerInnen, welche ein breites Spektrum an technischen und ästhetischen Aspekten der zeitgenössischen analogen Fotografie abbildeten. Unter Verwendung von flüssiger Foto-Emulsion bis hin zu Roll-Film stehen die Künstler exemplarisch für verschiedene historisch gewachsene Techniken. Die Ausstellung war jeden Tag geöffnet und gut besucht.

Gezeigt wurden Beiträge von:

DIE WORKSHOPS

In den ausgebuchten Workshops, die sowohl für auch für Analog-Neulinge ohne Vorkenntnisse als auch für fortgeschrittene Fotografen geeignet waren, wurde unter professioneller Anleitung in der Dunkelkammer gearbeitet oder bei der Polaroid-Rallye über das Industriegelände in Berlin-Lichtenberg Jagd auf mögliche Motive gemacht.

Los ging es am Samstag mit der Polaroid.Foto.Ralley, bei dem sich die Teilnehmer mit einer Sofortbildkamera von Polarismus und dem Filmmaterial von Impossible Project ausprobieren konnten, um sich am Ende mit den Ergebnissen der Publikums-Jury zu stellen. Als ersten Preis gab es eine Polaroid-Kamera. Im Anschluss fand der Emulsionslift-Workshop statt, bei der die Emulsion von Polaroid- Bildern auf einen neuen frei gewählten Untergrund platziert wird.

Tags drauf wurde es am Vormittag erst einmal experimentell und gezeigt, wie man die Emulsion auf ein saugfähiges Trägermaterial wie Holz, Pappe und Stoff auftragen und dieses nach dem Trocknen wie ein Fotopapier verwenden kann. Am Nachmittag wurden beim Fotogramm-Workshop Bilder im Direktverfahren ohne Kamera erzeugt.

GESPRÄCHE, NETZWERK-BRUNCH, KINOABEND & DRUMHERUM

Um Fotografen, Kunstbetrieb und Kreativszene miteinander zu verknüpfen, gab es am Sonntagvormittag einen Netzwerk-Brunch. Zwischen Tellern voll Couscous, belegten Brötchen und Obstsalat wurden Diskussionen über Kameramodelle angeregt, Visitenkarten ausgetauscht und neue Kooperationen geschlossen. Viele Berliner Fotoprojekte und -institutionen wie die Fotopioniere oder Fotoimpex stellten sich vor und die Gäste bekamen einen Gesamteindruck über die vielfältigen und zahlreichen Projekte zur analogen Fotografie.

Zusätzlich kamen auch die Aussteller zu Wort: Daniel Samanns plauderte in seinem Vortrag zur Wet Plate Photography aus dem Nähkästchen, beantwortete Fragen und brachte dem Publikum sein Spezialgebiet mit Fachwissen und persönlichen Anekdoten näher.

Ein Künstlergespräch mit Maja Gratzfeld, Lorenz Ebersbach, Kirsten Heuschen und Martin Lilkendey zum Thema „Was definiert die analoge Fotografie heute?“ informierte die Zuhörer über die Intentionen der verschiedenen Kunstwerke und brachte die analoge Fotografie in einen aktuellen Kontext. Im Anschluss  wurden Fragen gestellt und diskutiert.

In der ehemaligen Gießerei wurde mit einer Leseecke voller Bildbände und Magazine, die bei Kaffee und Kuchen auf den gemütlichen Paletten-Sofas durchgeblättert werden konnten, eine Gemütlichkeit mit zeitlosem Industriecharme geschaffen.Ein Filmabend unter der Woche rundete das Rahmenprogramm schließlich ab.

Der erfolgreiche Abschluss durch die gut besuchte Finissage mit einem Live-Auftritt von Slow Steve und weiterer Musik vom Plattenteller, war der endgültige Beleg für die durchweg positive Resonanz der Festivalbesucher.

Analoge Fotografie begeistert viele Menschen aus unterschiedlichen Schichten und Altersgruppen und schon jetzt freuen wir uns auf eine weitere Ausgabe des Festivals in 2016.

Programm des Festivals 2015

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